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Totholz für mehr
Artenvielfalt im Wald

Totholz ist eine der wichtigsten Biodiversitätsstrukturen im Wald – der Anteil an Totholz in genutzten Wäldern ist gestiegen.

Ausreichend Alt- und Totholz, d. h. Veteranen- und Höhlenbäume, Habitat-Baumgruppen und seltene Altbestände bleiben auch im genutzten Wald dauerhaft erhalten. Sie sind auch oft jene Juwele, die die Waldbesitzenden gerne herzeigen. Im Gegensatz zur Bewirtschaftung von Holzplantagen überleben in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern auch die Lebensgemeinschaften und Arten der Alters- und Zerfallsphasen eines Waldes, welche in Plantagen zwangsläufig fehlen.

Der stehende Totoholzvorrat in österreichischen Wäldern ist seit 1960 nahezu um das Dreifache gestiegen. Österreich hat damit einen größeren stehenden Totholzvorrat als der gesamte Holzvorrat Luxemburgs. Durchschnittlich befinden sich 30 m³ Totholz (stehend, liegend und Stöcke) pro Hektar in Österreichs Wäldern. Dies entspricht mehr als einer LKW-Ladung pro Hektar.

Nicht nur die Quantität, sondern auch der Standort des Totholzes ist ausschlaggebend für die Biodiversität. Analysen ergaben, dass in Beständen mit im Mittel 15 Festmetern Totholz in warmer besonnter Lage etwa genauso viele Totholzkäferarten zu finden sind wie in Beständen, in denen 100 Festmeter Totholz kühl und feucht lagern.

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Waldbewirtschaftung und Biodiversität
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Quellen

Rechte & Produktion

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