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Nutzung von Holz für Bioenergie

Wenn man die Klimaziele von Paris erreichen will, bedarf es einer Kombination von Aufforstung, verminderter Entwaldung und Bioenergienutzung.

Alle untersuchten modellierten Pfade, welche die Erwärmung auf 1.5° C oder weit unter 2°C begrenzen, erfordern eine Reduktion von Landnutzungsänderungen, welche verschiedene Kombinationen aus Wiederaufforstung, Aufforstung, reduzierter Entwaldung und Verwendung von Holz als Bioenergie enthalten. In Europa erfolgt die Nutzung von Bioenergie auf Basis von Nebenprodukten der Holzverarbeitung und löst keine Kahlschläge oder Landnutzungsänderungen in Form von Entwaldungen aus. Es kommt in Österreich zu einer Steigerung der Kohlestoffspeicherung, da die Steigerung des Bioenergieeinsatzes aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz mit einer Erhöhung der Holzvorräte in Österreichs Wäldern einherging. Der Großteil des energetisch genutzten Holzes ist Nebenprodukt der Holzverarbeitung. Eine gesteigerte Bioenergienachfrage führt zu einer Erhöhung der Kohlenstoffvorräte durch die dadurch forcierten Aufforstungen.

Die Entwicklung der direkt aus dem Wald stammenden Energieholzmengen, Scheitholz und Hackschnitzel, zeigt seit 2005 für Nadel- wie für Laubholz eine geringe Abnahme des Scheitholzes, die aber durch die starke Zunahme der Hackschnitzel mehr als kompensiert wird. Jährlich wurden seither mehr als 5 Millionen Erntefestmeter im österreichischen Wald für Energiezwecke genutzt. Dieses Volumen entspricht etwa 10 Mio. Megawattstunden, was etwa 70 % der Jahresleistung aller Donaukraftwerke zusammen oder 1 Mio. Liter Heizöl entspricht.

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Quellen

Rechte & Produktion

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