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Nachhaltige Waldpflege wirkt: Bundesforste melden positive Waldentwicklung 2025

Jan. 21, 2026 | Allgemein

Foto: ÖBF, Florian Platter

Nach mehreren herausfordernden Jahren bringt 2025 für Österreichs Wälder eine spürbare Entlastung. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) ziehen eine insgesamt positive Waldbilanz – trotz Klimawandel, Schadholz und wirtschaftlicher Unsicherheiten. Es ist sichtbar: Nachhaltige Waldbewirtschaftung stabilisiert den Wald und stärkt seine Widerstandskraft.

 

Schwieriger Start, positive Wendung im Jahresverlauf

 

Der Beginn des Jahres 2025 ließ wenig Gutes erwarten. Große Trockenheit und überdurchschnittlich hohe Temperaturen sorgten bereits im Frühjahr für die Sorge vor einem massiven Borkenkäferjahr. Die entscheidende Wende kam mit einem feuchten, kühlen Mai und einem regenreichen Juli. Die fehlende Bodenfeuchte konnte ausgeglichen werden, größere Schadereignisse blieben aus. Der Wald konnte sich erholen.

 

Schadholz weiterhin hoch, aber deutlich rückläufig

 

Trotz dieser Erholung liegt der Schadholzanteil 2025 bei rund 50 Prozent beziehungsweise etwa 895.000 Erntefestmetern (Efm). Der Großteil dieser Schäden geht noch auf Unwetter aus dem Jahr 2024 zurück. Rund ein Drittel der Schadmenge entfällt auf Borkenkäferbefall (etwa 300.000 Efm), ein weiteres Drittel auf Sturmschäden, rund ein Viertel auf Schneebruch (circa 230.000 Efm). Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein deutlicher Rückgang: 2024 lag der Schadholzanteil noch bei 75 Prozent bzw. rund 1,5 Millionen Erntefestmetern.

 

Waldschadensbilanz: Kosten sinken, Herausforderungen bleiben

 

Die Waldschadensbilanz 2025 – also die Kosten für Käferprävention und -bekämpfung, Infrastrukturschäden, Lagerkosten sowie wirtschaftliche Verluste –, beläuft sich auf rund 31 Millionen Euro. Damit liegt sie deutlich unter dem Vorjahreswert von 49 Millionen Euro. Dennoch zeigt sich: Eine „normale“ Schadholzmenge von 50 bis 60 Prozent ist längst Teil der neuen Realität in Zeiten des Klimawandels.

 

Nachhaltige Waldpflege als Schlüssel zur Stabilität

 

Eine konsequente Waldbewirtschaftung ist entscheidend für den Wald der nächsten Generationen. Dazu zählen ein ausgeglichenes Wald-Wild-Verhältnis ebenso wie intensive Maßnahmen gegen den Borkenkäfer. Die Bundesforste setzen auf flächendeckendes Monitoring zur Früherkennung, Lockstofffallen, Fangbäume sowie das rasche Entfernen befallener Bäume. Geschwindigkeit ist dabei ein zentraler Faktor.

Die Maßnahmen zeigen Wirkung: Mit rund 300.000 Erntefestmetern liegt die Menge an Käferholz nur leicht über dem Vorjahresniveau. Allein für die Käferbekämpfung wurden 2025 rund 6,5 Millionen Euro aufgewendet, für weitere Waldpflegemaßnahmen mehr als 9 Millionen Euro; das sind insgesamt fast 16 Millionen Euro.

 

Holzernte und Holzmarkt: Stabilität trotz Schwankungen

 

Die Holzerntemenge lag 2025 bei rund 1,8 Millionen Erntefestmetern. Aufgrund des geringeren Schadholzanteils konnten wichtige waldbauliche Maßnahmen wie Durchforstungen im Rahmen der regulären Ernte durchgeführt werden. Alle waldbaulichen Ziele wurden erreicht, inklusive der geplanten Aufforstungen.

 

Auch der Holzmarkt zeigte sich 2025 stark schwankend. Entgegen den Erwartungen war die Nachfrage nach Sägerundholz hoch, im Herbst wurde Rundholz sogar knapp. Dank langfristiger Lieferverträge konnten alle Vereinbarungen erfüllt werden – ein wichtiger Beitrag zur Stabilität der gesamten Holz-Wertschöpfungskette.

 

Wald der Zukunft: Umbau auf Kurs

 

Der „Wald der Zukunft“ wird artenreich, strukturreich und naturnah sein. Die Anteile von Tanne, Lärche, Buche und Eiche wurden gesteigert, während der Fichtenanteil jährlich um mehr als 1.000 Hektar sinkt. Das Ziel: ein klimaresilienter Wald, der Hitze, Trockenheit und Extremwetter besser standhält.

 

Die Waldbilanz 2025 zeigt vor allem eines: Nachhaltige Waldbewirtschaftung wirkt langfristig. Sie schafft stabile klimafitte Wälder, die Erholung, Schutz und Vielfalt auch in Zukunft ermöglichen.

 

 

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