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Österreich und die globale Bioökonomie – ein Blick auf den Summit 2026

Feb. 4, 2026 | Allgemein

Ein Blick auf den Summit 2026

 

Der Wald ist mehr als ein Lebensraum für Bäume und Bodenfauna: In ihm verdichten sich wirtschaftliches Potenzial und ökologische Zukunftsfragen auf engstem Raum. Wie global diese Fragen mittlerweile verhandelt werden, zeigt der COLI Global Summit, der von 23. bis 25. Februar 2026 im Schloss Schönbrunn in Wien stattfindet. Österreichs Wälder – sie bedecken rund die Hälfte der gesamten Staatsfläche – sind dabei nicht nur für regionale Ökosystemleistungen und Freizeitnutzungen von Bedeutung, sondern zunehmend Teil eines weltweiten Dialogs über nachhaltige Wirtschaftsweisen.

Zum Hintergrund: 2024 hat das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) die mehrjährige Initiative „A Country & Organisation-Led Initiative (COLI) on Sustainable Forest-based Bioeconomy Approaches“ ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt stehen dabei internationale Partnerschaften und der Austausch über Wege zur Entwicklung einer nachhaltig orientierten, forstbasierten Bioökonomie. Die Initiative bringt Staaten und Organisationen an einen Tisch, um gemeinsame Strategien für die Nutzung nachwachsender Rohstoffe zu entwickeln und weiterzugeben.

 

Was versteht man unter Bioökonomie?

 

Bioökonomie beschreibt ein Wirtschaftsmodell, in dem nachwachsende Rohstoffe wie Holz, Fasern und Bioenergie stärker genutzt werden. Das Ziel sind ökonomisches Wachstum, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit zu verbinden. Dabei geht es nicht nur um die Produktion von Materialien und Energie, sondern um neue Wertschöpfungsketten, resilientere Liefernetze und innovative Nutzungskonzepte für biologische Rohstoffe. Gerade in waldreichen Ländern wie Österreich spielt die nachhaltige Waldbewirtschaftung eine zentrale Rolle für diese Entwicklung.

 

Ein globaler Summit in Wien

 

Höhepunkt der Initiative ist vom 23. bis zum 25. Februar 2026 ein globaler Summit zum Thema „Advancing Sustainable Forest-based Bioeconomy Approaches“ in Wien. Der Gipfel, der im prägenden historischen Ambiente von Schloss Schönbrunn stattfinden wird, dient als Plattform für Diskussion und Kooperation zwischen Regierungen, Wissenschaft, Industrie und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen aus aller Welt. Themen sind unter anderem die Finanzierung nachhaltiger Wertschöpfung, resilientere Lieferketten für forstbasierte Produkte und innovative Ansätze wie Agroforstsysteme oder klimaintelligente Nutzung von Holz.

Die Ergebnisse des Summits werden nicht nur in die politische Sitzung des United Nations Forum on Forests (UNFF 21) einfließen, sondern auch in die Arbeit des Forstkomitees der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). Damit fließt österreichisches Engagement direkt in die globale Agenda zur nachhaltigen Waldnutzung ein.

 

Was bedeutet das für Waldgeschichten-Leser:innen?

Für Waldinteressierte, Waldbesitzer:innen sowie Menschen, die mit und im Waldarbeiten und Pädagog:innen zeigt diese Initiative, wie Wälder über die reine Ökologie hinaus als Brückenbauer zwischen Ökonomie, Gesellschaft und globaler Nachhaltigkeit fungieren. Sie verdeutlicht, dass Waldpolitik heute nicht nur lokal gedacht wird, sondern Teil eines weltweiten Dialogs ist, der neue Chancen für Innovation, Wertschöpfung und nachhaltige Entwicklung eröffnet.

 

Global Bioeconomy Summit 2026 – Agenda im Überblick

📍 Ort: Wien
📅 Datum: 23.–25. Februar 2026
🎯 Thema: Advancing Sustainable Forest-based Bioeconomy Approaches

Tag 1 – Strategie & Politik

  • Politische Leitlinien für eine forstbasierte Bioökonomie
  • Finanzierung, Investitionen und gesellschaftlicher Mehrwert
  • Mission und Ziele der internationalen COLI-Initiative

 

Tag 2 – Potenziale & Innovation

  • Zukunft bauen mit Holz – beyond wood
  • Forstbasierte Wertschöpfungsketten
  • Innovationen aus Forschung, Industrie und Praxis

 

Tag 3 – Ergebnisse & Praxis

  • Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse (Co-Chairs’ Summary)
  • Ausblick auf internationale Forst- und Bioökonomieprozesse
  • Exkursionen zu Forschungs- und Praxisstandorten

 

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