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Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Waldpädagogik in Österreich 2026

Aktuelle Entwicklungen, Termine und Hintergründe

  • Waldpädagogik

Stand: Jänner 2026

 

Der Wald als Lernort gewinnt in Österreich zunehmend an Bedeutung. Rund 1.200 zertifizierte Waldpädagog:innen und rund 750 ÖKOLOG-Schulen und 14 pädagogischen Hochschulen zeigen, wie stark Waldpädagogik und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) institutionell verankert sind. Österreich setzt damit zentrale Ziele der UNESCO-BNE-Strategie 2030 um. Auch das Jahr 2026 bringt neue Impulse, Ausbildungen und Veranstaltungen.

 

BNE & Waldpädagogik

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) vermittelt Kompetenzen, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und verantwortungsvoll zu handeln.
Waldpädagogik macht diese Prinzipien unmittelbar erlebbar: Der Wald zeigt Nachhaltigkeit im praktischen Alltag – von Biodiversität und Klimaschutz über Ressourcennutzung bis zu Erholung und gesellschaftlicher Verantwortung.

Als Lernort verbindet der Wald Wissen mit Erfahrung und unterstützt zentrale Ziele der UNESCO-BNE-Strategie 2030, insbesondere hochwertige Bildung, Klimaschutz und den Schutz der Lebensräume an Land.

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Waldpädagogik in Österreich: Die Fakten

 

Rund 1.200 zertifizierte Waldpädagog:innen vermitteln in ganz Österreich den Lebens- und Wirtschaftsraum Wald an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Mehrere größere Waldschulen mit fixen baulichen Einrichtungen bieten ganzjährig Programme an. Das Ziel des Forstwirtschaftsministeriums: Jedes Schulkind soll zumindest einmal eine waldpädagogische Führung erleben.

Die Förderung waldpädagogischer Angebote erfolgt im Rahmen des Österreichischen Programms für die Entwicklung des ländlichen Raumes 2023–2027 (GAP-Strategieplan). Die konkrete Förderhöhe ist abhängig von Richtlinien und Abwicklungsmodalitäten.

Neuerungen 2025/2026

 

Seit 2025 erfolgt die Abwicklung der Förderungen für waldpädagogische Ausgänge sowie Forst-&-Kultur-Aktivitäten über den Verein Böhmerwaldschule. Im Zuge dessen wurden Richtlinien, Formulare und die digitale Einreichung aktualisiert.

Grundlage bildet das aktualisierte Handbuch des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft. Aktuelle Informationen, Richtlinien und Downloads sind auf der Plattform www.wald-gang.at verfügbar.

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BNE-Auszeichnung 2025: Gewinner:innen gekürt

 

Ende November 2025 wurden in Wien drei Bildungsprojekte mit der BNE-Auszeichnung des Forum Umweltbildung prämiert. Die ausgezeichneten Projekte überzeugten in den Kategorien Kooperieren, Mobilisieren und Transformieren. Die Auszeichnung macht innovative Bildungsinitiativen sichtbar, die einen Beitrag zur Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen leisten.

ÖKOLOG: Umweltbildung in Österreich

 

Das ÖKOLOG-Netzwerk – Österreichs größtes Schulnetzwerk für Umwelt und Nachhaltigkeit – blickt auf mehr als 25 Jahre erfolgreicher Bildungsarbeit zurück. Aktuell sind rund 800 Schulen und 14 Pädagogische Hochschulen Teil des Netzwerks. Thematische Schwerpunkte der letzten Jahre liegen auf gesellschaftlichem Wandel, Partizipation und nachhaltiger Entwicklung.

Meilenstein Niederösterreich: Im November 2024 wurde mit dem Gymnasium Wolkersdorf die 200. ÖKOLOG-Schule in Niederösterreich ausgezeichnet.

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Warum der Wald der ideale BNE-Lernort ist

 

Die Verbindung von Waldpädagogik und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) ist kein Zufall: Der Begriff Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft: Hans Carl von Carlowitz, Begründer des Prinzips der Nachhaltigkeit, formulierte bereits 1713 das Prinzip, nicht mehr Holz zu nutzen, als nachwächst – ein Grundsatz, der heute auf alle natürlichen Ressourcen angewendet wird.

Der Wald vereint alle Dimensionen nachhaltiger Entwicklung: ökologisch (Biodiversität, Klimaschutz), ökonomisch (Holzwirtschaft, Arbeitsplätze), sozial (Erholung, Gesundheit) und kulturell (Tradition, Identität). Waldpädagogik macht diese Zusammenhänge durch unmittelbares Erleben anschaulich und verständlich.

Besonders relevant ist der Wald als Lernort im Kontext der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen, insbesondere Ziel 4 (Hochwertige Bildung), Ziel 6 (Sauberes Wasser), Ziel 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) und Ziel 15 (Leben an Land).

Anlaufstellen

 

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Weil Wald, Nachhaltigkeit und Bildung zusammengehören

 

Österreich hat mit seiner Waldpädagogik-Infrastruktur und dem starken BNE-Netzwerk eine solide Basis geschaffen, um nachhaltige Bildung vom Kindergarten bis zur Hochschule zu verankern. Die Verknüpfung von Theorie und Praxis, von Klassenzimmer und Wald, macht abstrakte Nachhaltigkeitskonzepte greifbar. 2026 bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich fortzubilden, zu vernetzen und den Wald als Lernort zu entdecken.

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Schon gewusst?

 

Nachhaltigkeit kommt aus der Forstwirtschaft

 

Das Prinzip der Nachhaltigkeit hat seine Wurzeln in der Forstwirtschaft: Bereits 1713 formulierte der sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz die Idee der “nachhaltenden” Nutzung, nämlich nur so viel Holz zu schlagen, wie wieder nachwächst. Diese frühe forstwirtschaftliche Idee gilt als historischer Ursprung des heutigen Nachhaltigkeitsbegriffs, der die Grundlage der Bildung für Nachhaltige Entwicklung bildet.

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Quellen

Rechte & Produktion

© 2022 BFW und waldgeschichten.com  – Die österreichischen Familienwaldbetriebe & Österreichischer Forstverein – Unterstützt durch den Holzinformationsfonds der Landwirtschaftskammer Österreich

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