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    17. Oktober: Tag der Trittsteinbiotope

    Okt. 16, 2026 | Allgemein, Fakten und Wissen

    Was haben ein alter Baum, ein Stück unberührter Wald und eine kleine Waldinsel zwischen Feldern gemeinsam? Sie können für die Artenvielfalt eine entscheidende Rolle spielen. Am 17. Oktober, dem Tag der Trittsteinbiotope, richtet sich der Blick auf jene Flächen, die oft unscheinbar wirken, für die Natur aber besonders wertvoll sind.

     

    Wenn Lebensräume voneinander getrennt werden

     

    Unsere Landschaft ist von Straßen, Siedlungen und landwirtschaftlich genutzten Flächen geprägt. Was für uns selbstverständlich ist, stellt viele Tiere, Pflanzen und Pilze vor Herausforderungen. Denn nicht jede Art kann große Entfernungen überwinden oder Hindernisse problemlos umgehen.

    Werden Lebensräume voneinander getrennt, kann das weitreichende Folgen haben. Tiere finden schwieriger Nahrung oder geeignete Fortpflanzungsplätze, Pflanzen können sich schlechter ausbreiten und der genetische Austausch zwischen Populationen wird eingeschränkt. Doch manchmal genügt schon eine vergleichsweise kleine Fläche, um die Situation zu verbessern.

     

    Kleine Inseln voller Leben

     

    Genau hier setzt die Idee der Trittsteinbiotope an. Wie Steine in einem Bach können ökologisch wertvolle Waldflächen dazu beitragen, größere Lebensräume miteinander zu vernetzen. Sie bieten Arten die Möglichkeit, zwischen geeigneten Lebensräumen Schutz und Nahrung zu finden oder sich dauerhaft anzusiedeln.

    Besonders wertvoll sind naturnahe Bereiche mit alten Bäumen, Totholz und vielfältigen Strukturen. Was auf den ersten Blick unordentlich aussehen mag, ist für zahlreiche Lebewesen ein wichtiger Lebensraum.

    Eine Baumhöhle kann zum Beispiel einem Specht als Brutplatz dienen, während Fledermäuse dort Unterschlupf finden. Abgestorbenes Holz wiederum bietet vielen Insekten und Pilzen Lebensraum.

     

    Warum jeder Trittstein zählt

     

    In Österreich gibt es bereits 466 Trittsteinbiotope. Das Netzwerk erstreckt sich über alle neun Bundesländer und soll weiterwachsen. Dabei spielen Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer eine wichtige Rolle: Sie stellen geeignete Flächen freiwillig für den Naturschutz zur Verfügung.
    Auch der Klimawandel macht die Vernetzung von Lebensräumen zunehmend bedeutsam. Denn wenn sich Umweltbedingungen verändern, müssen Arten geeignete Lebensräume erreichen können.

    Doch wie entstehen solche Trittsteinbiotope? Was hat die Forschung über den Wert alter Bäume herausgefunden? Und wie können Waldbesitzende dazu beitragen, das Netzwerk in Österreich zu erweitern? Zum Tag der Trittsteinbiotope am 17. Oktober zeigen wir in unserem ausführlichen Beitrag, warum kleine Waldflächen für die Artenvielfalt so wichtig sind und was sich in Österreich in den vergangenen Jahren getan hat.

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