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Woche des Schutzwaldes 2026

Vom 5.-9. Oktober 2026

  • Waldbesucher:innen

Er steht über unseren Dörfern, begleitet Straßen durch enge Täler und hält an steilen Hängen den Boden fest. Der Schutzwald gehört zu Österreichs Landschaft und zu unserem Leben. Die Woche des Schutzwaldes vom 5. bis 9. Oktober 2026 lädt dazu ein, genauer hinzusehen.

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Was macht einen Wald zum Schutzwald?

 

Ein Schutzwald hilft, Naturgefahren zu mindern. Manche Schutzwälder bewahren vor allem ihren eigenen Boden davor, abgetragen zu werden. Andere schützen Menschen, Häuser, Straßen oder Bahnstrecken. Gerade in einem Gebirgsland wie Österreich ist das entscheidend: Fast jede vierte Österreicherin und jeder vierte Österreicher profitiert laut Forstwirtschaftsministerium von den Leistungen des Schutzwaldes.

Quelle: Zahlen und Fakten zum Schutzwald

Wie Bäume Steine bremsen und Wasser zurückhalten

 

Löst sich am Hang ein Stein, können Baumstämme ihn abbremsen oder aufhalten. Im Winter fangen die Kronen einen Teil des Schnees ab. Ein geeigneter Waldbestand kann dadurch die Entstehung von Lawinen im Wald erschweren. Unter der Oberfläche helfen Wurzeln, den Boden zusammenzuhalten. Der Waldboden wiederum nimmt Niederschlag auf und speichert einen Teil davon zwischen. 

Wie gut das funktioniert, hängt vom Gelände und vom Zustand des Waldes ab. Gegen große Lawinen, die oberhalb des Waldes anbrechen, oder massive Felsstürze reicht seine Kraft nicht immer aus. Wo nötig, ergänzen Schutzbauten und weitere Vorsorgemaßnahmen die Wirkung des Waldes.

Quelle: Broschüre “Der Schutzwald in Österreich – Wald schützt uns”

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Warum auch ein Schutzwald Pflege braucht

 

Ein Wald kann kräftig aussehen und trotzdem zu wenig Nachwuchs haben. Wenn unter den alten Bäumen kaum junge nachkommen, entsteht ein Problem für die Zukunft. Irgendwann müssen die nächsten Bäume die Schutzaufgabe übernehmen.

Deshalb schauen Waldbesitzer:innen und Forstleute genau hin: Wo braucht der Nachwuchs mehr Licht? Welche Baumarten passen zum Boden, zur Höhenlage und zum künftigen Klima? Wo ist eine Pflanzung nötig, weil die natürliche Verjüngung nicht ausreicht? Gezielte Pflege hilft, einen Wald mit unterschiedlichen Baumarten und Altersstufen zu entwickeln. Dazu gehört auch, einzelne Bäume zu entnehmen, damit andere nachwachsen können.

Hitze, Trockenheit, Stürme und Borkenkäfer setzen auch Schutzwäldern zu. Die Arbeit an steilen Hängen ist aufwendig und lässt sich häufig nicht allein aus dem Holzverkauf finanzieren. Umso wichtiger sind die Zusammenarbeit der Beteiligten und die Unterstützung dieser Pflege. 

 

Ein Schutzraum voller Leben

 

Zwischen Wurzeln, Rinde und Blättern liegt eine zweite Welt: Lebensraum für Tiere, Pflanzen, Pilze und kleinste Bodenorganismen. Diese Biodiversität gehört zum Wald dazu. Pilze und andere Bodenlebewesen zersetzen abgestorbenes Material und machen Nährstoffe wieder verfügbar. Ein lebendiger, gut geschützter Boden ist damit auch eine Grundlage für die nächste Baumgeneration.

Zur Zukunft des Schutzwaldes gehört außerdem ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wald und Wild. Werden junge Triebe immer wieder abgefressen, können wichtige Baumarten beim Nachwachsen ins Hintertreffen geraten. Hier sind Forstwirtschaft und Jagd gemeinsam gefragt.

Quellen: Bundesforschungszentrum für Wald – Waldböden als lebenswichtige Ressource, Wildtiere im Schutzwald

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Mit offenen Augen durch den Herbstwald

 

Auch beim Wandern im Schutzwald lässt sich Rücksicht nehmen: auf den Wegen bleiben, junge Bäume schonen und Wildtieren Ruhe lassen. Absperrungen bei Waldarbeiten verdienen Verständnis: Dort arbeiten Menschen daran, den Wald und seine Schutzwirkung zu erhalten.

Bei der nächsten Herbstwanderung lohnt sich deshalb ein zweiter Blick. Auf die kleinen Bäume unter den großen. Auf Wurzeln zwischen den Steinen. Und auf die Häuser unten im Tal. Vielleicht wird dann aus dem vertrauten Hangwald etwas, das wir bewusster wahrnehmen: ein Stück Sicherheit, das wächst und Menschen braucht, die sich darum kümmern.

Veranstaltungen zur Woche des Schutzwaldes finden sich hier.

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