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Internationaler Tag des Baumes 2026

Warum der 25. April den Bäumen – und den Wäldern – gehört

  • Waldbesucher:innen

Der Tag des Baumes geht auf den amerikanischen Politiker Julius Sterling Morton zurück: 1872 stellte er einen Antrag für eine „Arbor Day Resolution” an die Regierung von Nebraska. Am ersten Arbor Day pflanzten die Menschen dort mehr als eine Million Bäume. Innerhalb von 20 Jahren hatte sich die Idee in allen US-Bundesstaaten durchgesetzt.

Am 27. November 1951 riefen die Vereinten Nationen den Internationalen Tag des Baumes aus. In Österreich fällt er seither auf den 25. April.

Österreich feiert den Tag des Baumes jedes Jahr am 25. April. Mit 4 Millionen Hektar Wald, 3,5 Milliarden Bäumen und einem der strengsten Forstgesetze weltweit hat das Land allen Grund dazu. Woher der Tag des Baumes kommt, was Österreichs Wald in Zahlen leistet und warum 2026 die Europäische Lärche im Mittelpunkt steht.

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Wie viel Wald hat Österreich?

 

Wald bedeckt 47,9 Prozent der Fläche Österreichs. Das sind rund 4 Millionen Hektar und entspricht der Größe der Schweiz. In diesem Wald stehen rund 3,5 Milliarden Bäume. Umgerechnet kommen auf jede Einwohnerin und jeden Einwohner 406 Bäume.

Jedes Jahr wachsen in Österreichs Wäldern rund 28 Millionen Kubikmeter Holz nach – ein Kubikmeter pro Sekunde (Quelle: proHolz). Ein Vergleich macht die Dimension greifbar: Würde man alle Bäume Österreichs übereinander stellen, ergäbe das eine Strecke von 50 Millionen Kilometern. Und das ist die 130-fache Distanz von der Erde bis zum Mond.

Wem gehört Österreichs Wald?

 

81 Prozent der österreichischen Waldfläche befinden sich in Privatbesitz. Laut Bundesforschungszentrum für Wald BFW sind es rund 137.000 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer; 99 Prozent davon bewirtschaften Kleinwald unter 200 Hektar. Sie alle sorgen Tag für Tag dafür, dass Österreichs Wälder gesund bleiben und nachwachsen. Jährlich pflanzen sie Millionen von Bäumen.
Die Grundlage dafür reicht weit zurück: Seit über 170 Jahren schreibt eines der strengsten Forstgesetze weltweit allen Waldbesitzern in Österreich die nachhaltige Bewirtschaftung verpflichtend vor.

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Baum des Jahres 2026 in Österreich: die Europäische Lärche

 

Die Europäische Lärche ist der Baum des Jahres 2026 in Österreich. Sie hat die letzte Eiszeit in mehreren Rückzugsgebieten überstanden und sich anschließend über die Alpen und Karpaten wieder ausgebreitet.

Die Lärche ist die einzige in Europa heimische Nadelbaumart, die ihre Nadeln im Winter verliert. Warum sie selbst im Hochgebirge auf diesen scheinbaren Nachteil setzt, hat die Forschung bis heute nicht vollständig geklärt. Lärchen erreichen beeindruckende Alter: Ihre natürliche Lebenszeit liegt bei 500 bis 800 Jahren, einzelne Exemplare werden sogar über 1.000 Jahre alt. Die älteste Eiche Österreichs steht übrigens in der Steiermark und hat ein geschätztes Alter von rund 1.000 Jahren.

Was leistet Österreichs Wald für das Klima und die Wirtschaft?

 

Österreichs Wälder speichern rund 3,6 Milliarden Tonnen CO₂. Das entspricht etwa dem 40- bis 50-Fachen der jährlichen Treibhausgasemissionen Österreichs.

Neben seiner Rolle als Klimaschützer schützt der Wald vor Naturgefahren, speichert Wasser und bietet tausenden Arten Lebensraum. Auch wirtschaftlich zählt der Wald: Die Forst- und Holzwirtschaft erwirtschaftet allein in Österreich eine direkte Bruttowertschöpfung von 11,3 Milliarden Euro.

Der Tag des Baumes am 25. April ist ein guter Anlass, sich das bewusst zu machen und vielleicht sogar einen Baum zu pflanzen.

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Häufig gestellte Fragen zum Tag des Baumes in Österreich

Wann ist der Tag des Baumes in Österreich?
Österreich begeht den Tag des Baumes jedes Jahr am 25. April.
Warum wird der Tag des Baumes gefeiert?
Der Tag geht auf den ersten Arbor Day 1872 in den USA zurück. 1951 riefen die Vereinten Nationen den internationalen Tag des Baumes aus. In Österreich erinnert er daran, welche Bedeutung der Wald für Klima, Natur und Wirtschaft hat.
Wie viele Bäume gibt es in Österreich?
In Österreich stehen rund 3,5 Milliarden Bäume. Das entspricht 406 Bäumen pro Einwohnerin und Einwohner.
Wie viel Prozent von Österreich ist Wald?
47,9 Prozent der Fläche Österreichs sind Wald – rund 4 Millionen Hektar.
Wem gehört der Wald in Österreich?
81 Prozent der Waldfläche befinden sich in Privatbesitz. 99 Prozent der Waldbesitzer bewirtschaften Kleinwald unter 200 Hektar.
Welcher Baum ist der Baum des Jahres 2026 in Österreich?
Der Baum des Jahres 2026 in Österreich ist die Europäische Lärche.
Wie alt können Lärchen werden?
Die natürliche Lebenszeit der Europäischen Lärche liegt bei 500 bis 800 Jahren. Einzelne Exemplare werden über 1.000 Jahre alt.
Wie viel CO₂ speichert der österreichische Wald?
In Österreichs Wäldern sind rund 3,6 Milliarden Tonnen CO₂ gebunden, etwa das 50-fache des jährlichen österreichischen CO₂-Ausstoßes.
Welche ist die häufigste Baumart in Österreich?
Die Fichte ist die mit Abstand häufigste Baumart in Österreich. Sie macht rund 48 Prozent der Ertragswaldfläche aus. Laut der Österreichischen Waldinventur 2018–2023 (Zwischenauswertung, Stand Juni 2024) folgen auf die Fichte die Rotbuche mit 11 Prozent, die Lärche und die Weißkiefer mit je 4 Prozent sowie die Tanne mit 3 Prozent.

Der Trend zeigt allerdings deutlich nach unten: 1992/96 lag der Fichtenanteil noch bei 56 Prozent, aktuell bei 48 Prozent – mit weiter sinkender Tendenz zugunsten von Laub- und Mischwäldern.

Quelle: BFW, Österreichische Waldinventur 2018–2023 (Zwischenauswertung) 

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