Wenn der Wald seine Farben wechselt
Mit den kürzer werdenden Tagen bereiten sich die Bäume auf den Winter vor. Das grüne Chlorophyll in den Blättern wird abgebaut und gelbe, orangefarbene oder rote Farbtöne kommen zum Vorschein. Eicheln, Bucheckern, Haselnüsse, Kastanien und die propellerartigen Samen des Ahorns werden sichtbar. Sie sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel, Eichhörnchen und andere Waldtiere.
Auch akustisch hat der September einiges zu bieten. In vielen Waldgebieten beginnt die Hirschbrunft, Zugvögel machen sich auf den Weg in ihre Winterquartiere. Unter günstigen Bedingungen sprießen Pilze aus dem Boden. Wer aufmerksam und rücksichtsvoll unterwegs ist, kann jetzt besonders viele Veränderungen beobachten.
Warum Waldpflege auch für Besucher wichtig ist
Bei einem Waldspaziergang fallen im September mitunter Forstarbeiten, markierte Bäume oder vorübergehende Absperrungen auf. Dahinter stehen wichtige Aufgaben: Forstleute kontrollieren, wie die Bestände Hitze und Trockenheit überstanden haben, suchen gefährdete Fichten nach Borkenkäferbefall ab und kümmern sich um junge Bäume. In bewirtschafteten Wäldern trägt diese Pflege dazu bei, Schäden früh zu erkennen und die Entwicklung stabiler, standortgerechter Mischbestände zu fördern.
Auch Wege, Gräben und Wasserabläufe werden nach Starkregen überprüft. Naturverjüngungen erhalten dort gezielt Licht und Platz, wo Gräser oder Brombeeren junge Bäume stark überwachsen. Diese Arbeiten dienen nicht nur dem Wald von morgen, sondern auch der Sicherheit der Menschen, die ihn zur Erholung nutzen.
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