© 2026 WoodPOP Dara Award

WoodPoP Dara Award 2026

Jetzt für Österreich abstimmen!

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Beim WoodPoP Dara Award 2026 stehen 59 Holzbauprojekte aus 22 europäischen Ländern zur Wahl. Zwei davon kommen aus Österreich. Bis zum 30. September 2026 kann die Öffentlichkeit online für die eingereichten Projekte abstimmen.

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Das Wichtigste in Kürze

 

  • Was wird vergeben? Erstmals der WoodPoP Dara Award einschließlich eines Publikumspreises.
  • Wer steht zur Wahl? 59 Holzbauprojekte aus 22 europäischen Ländern.
  • Welche Projekte kommen aus Österreich? Die Erweiterung der Firmenzentrale Windkraft Simonsfeld und das Rathaus Hohenems.
  • Wie lange läuft das Publikumsvoting? Bis 30. September 2026.
  • Wo kann man abstimmen? Auf der offiziellen Votingplattform von WoodPoP.
  • Wohnhäuser, Schulen, Bürogebäude, Rathäuser und Infrastrukturprojekte: Die Einreichungen zum ersten WoodPoP Dara Award geben einen umfassenden Überblick über den zeitgenössischen Holzbau in Europa. Neben der Bewertung durch eine internationale Fachjury wird auch ein Publikumspreis vergeben. Damit entscheidet die Öffentlichkeit mit, welche Projekte besonders viel Zuspruch erhalten.

 

Hier geht es direkt zum Publikumsvoting

Welche österreichischen Projekte stehen beim WoodPoP Dara Award 2026 zur Wahl?

 

Österreich ist mit zwei Bauten vertreten, die bereits beim ersten Österreichischen Staatspreis Holzbau mit einem Hauptpreis ausgezeichnet wurden: der Erweiterung der Firmenzentrale Windkraft Simonsfeld in Niederösterreich und dem Rathaus Hohenems in Vorarlberg.

 

Firmenzentrale Windkraft Simonsfeld

 

Die Erweiterung der Firmenzentrale Windkraft Simonsfeld in Ernstbrunn verbindet Holz, Lehm und moderne Energietechnik. Der zweigeschossige Neubau ergänzt das bestehende Bürogebäude und schafft zusätzliche Flächen für Büros, Empfang, Gastronomie und Veranstaltungen. Ein Atrium verbindet Alt- und Neubau und dient als gemeinsamer Kommunikations- und Begegnungsraum.

Konstruktiv handelt es sich um einen Holzskelettbau mit Holzriegelwänden und Brettsperrholzdecken. Im Inneren nehmen bauteilaktivierte Stampflehmkerne Erschließungs- und Servicebereiche auf und tragen zur Regulierung des Raumklimas bei. Heiz- und Kühlenergie liefern Tiefenbohrungen, die Dachfläche ist mit Photovoltaikmodulen ausgestattet. Das Gebäude erreichte beim österreichischen Gebäudestandard klimaaktiv mit 1.000 von 1.000 Punkten die höchstmögliche Bewertung.

Foto: Firmenzentrale Windkraft Simonsfeld

Projekt in der WoodPoP Hall of Fame ansehen (Filter: “Austria”)

© 2026 Patrick Johannsen Fotografie

© 2026 Adolf Bereuter

Rathaus Hohenems

 

Das neue Rathaus Hohenems zeigt, wie moderner Holzbau im öffentlichen Raum aussehen kann. Der mehrgeschossige Holzhybridbau vereint nahezu alle Bereiche der Stadtverwaltung unter einem Dach. Flexible Raumlösungen ermöglichen es, die Büros auch künftig an veränderte Anforderungen von Verwaltung und Öffentlichkeit anzupassen.

Bei der Planung spielten neben Architektur und Funktionalität auch ökologische Qualität, Energieeffizienz und Regionalität eine zentrale Rolle. Die offene Gestaltung und die markante Fassade schaffen eine Verbindung zwischen dem Gebäude und dem umgebenden Stadtraum. Bereits 2025 erhielt das Rathaus den Vorarlberger Holzbaupreis. Weitere Einzelheiten nennt die Stadt Hohenems in ihrer Projektvorstellung.

Projekt in der WoodPoP Hall of Fame ansehen (Filter: “Austria”)

Was ist der WoodPoP Dara Award?

 

Der WoodPoP Dara Award ist eine neue paneuropäische Auszeichnung für nachhaltige Holzarchitektur und Ingenieurleistungen. Er wird 2026 erstmals von der European Wood Policy Platform, kurz WoodPoP, vergeben. Die Plattform wurde 2021 von Österreich und Finnland initiiert und fördert den Austausch zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft. Ihr Ziel ist es, die nachhaltige Nutzung von Holz und den Aufbau kreislauforientierter Wertschöpfungsketten voranzubringen.

Für die erste Ausgabe wurden 59 Projekte aus 22 europäischen Ländern eingereicht.

Sie verteilen sich auf vier Kategorien:

  • Wohngebäude
  • Nichtwohngebäude
  • Infrastruktur sowie
  • Sanierungen, Erweiterungen und Aufstockungen.

 

Eine 22-köpfige paneuropäische Fachjury bewertete sämtliche Einreichungen. Um Interessenkonflikte zu vermeiden, durften die Jurymitglieder keine Projekte aus ihrem eigenen Land beurteilen. Bewertet wurden Design und Konstruktion, Holznutzung und Innovation, Nachhaltigkeit sowie der politische und gesellschaftliche Beitrag. Berücksichtigt wurden dabei unter anderem Ressourceneffizienz, Kreislauffähigkeit, Energieverbrauch, Rückbaubarkeit und gesellschaftlicher Nutzen. Die Kriterien sind auf der offiziellen Website des WoodPoP Dara Awards veröffentlicht.

© 2026 Adobe Stock, Seiji

© 2026 Adobe Stock, Emvats

Warum beginnt nachhaltiger Holzbau im Wald?

 

Die eingereichten Gebäude stehen am sichtbaren Ende einer langen Wertschöpfungskette. Ihr Anfang liegt im Wald. Holz ist ein nachwachsender, aber kein unbegrenzt verfügbarer Rohstoff. Dauerhaft kann es nur genutzt werden, wenn Wälder erhalten, verjüngt, gepflegt und an veränderte Klimabedingungen angepasst werden.

Trockenheit, Hitze, Stürme und Borkenkäfer setzen Österreichs Wälder zunehmend unter Druck. Die Österreichische Waldinventur 2018-2023 zeigt, dass der jährliche Holzzuwachs im Ertragswald von 29,2 auf 28,2 Millionen Vorratsfestmeter gesunken ist. Derzeit werden rund 97 Prozent des Zuwachses genutzt, auch aufgrund der notwendigen Aufarbeitung von Schadholz.

Waldpflege umfasst viele unterschiedliche Maßnahmen: junge Bestände zu pflegen, Wälder rechtzeitig zu durchforsten, die Verjüngung zu sichern, nach Schadereignissen wieder aufzuforsten und standortgerechte Mischbaumarten zu fördern. Ziel sind stabile, artenreiche und widerstandsfähige Wälder, die Lebensraum bieten, Wasser speichern, vor Naturgefahren schützen und weiterhin den Rohstoff Holz bereitstellen können.

Ebenso wichtig ist der verantwortungsvolle Umgang mit dem geernteten Holz. In langlebigen Gebäuden bleibt der während des Baumwachstums aufgenommene Kohlenstoff über die Nutzungsdauer im Material gebunden. Werden Bauteile so geplant, dass sie später demontiert, wiederverwendet oder recycelt werden können, lässt sich der Rohstoff länger im Kreislauf halten. Der Dara Award betrachtet deshalb nicht nur die Architektur, sondern auch den effizienten Holzeinsatz und die Kreislauffähigkeit der Bauwerke.

Wie kann man beim WoodPoP-Publikumspreis abstimmen?

 

Das Publikumsvoting ist über die offizielle Plattform des WoodPoP Dara Awards erreichbar und läuft bis 30. September 2026. Dort können alle 59 Einreichungen angesehen werden; anschließend kann online abgestimmt werden. Die Verleihung des WoodPoP Dara Awards findet am 26. November 2026 im Rahmen des fünften High Level Meetings der European Wood Policy Platform in Prag statt.

Wer eines der beiden österreichischen Projekte unterstützen oder einen anderen Favoriten wählen möchte, kann hier teilnehmen:

© 2026 Adobe Stock, Lilli-Bähr

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