Lange Trockenperioden setzen Österreichs Wäldern zunehmend zu. Madlena und Antonia von der Agrar-HAK Althofen erklären, warum anhaltende Hitze und fehlender Niederschlag gleich mehrere Probleme verursachen: Den Bäumen fehlt Wasser für gesundes Wachstum, gleichzeitig steigt die Gefahr von Waldbränden deutlich an.
Besonders trockene Böden, abgestorbenes Pflanzenmaterial und hohe Temperaturen können dazu führen, dass Feuer sich im Wald rasch ausbreiten. Um Wälder widerstandsfähiger gegen Trockenheit und Brände zu machen, spielt die aktive Waldbewirtschaftung eine wichtige Rolle. Mischbestände aus Laub- und Nadelbäumen sowie die Kombination von Flach- und Tiefwurzlern helfen dabei, den Wald stabiler und klimafitter zu machen.
Ein oft unterschätzter Faktor ist dabei der Mensch: Rund 85 Prozent der Waldbrände entstehen durch Unachtsamkeit, z.B. durch weggeworfene Zigaretten, offenes Feuer oder Funkenflug. Gerade in trockenen Zeiten gilt deshalb besondere Vorsicht im Wald.
Und wie kann Waldbewirtschaftung Waldbrände eindämmen? Vielfältige Mischwälder gelten als widerstandsfähiger gegenüber Klimastress und Feuer. Unterschiedliche Baumarten reagieren verschieden auf Trockenheit, speichern Wasser unterschiedlich gut und beeinflussen auch die Ausbreitung von Bränden. Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung kann daher helfen, Risiken langfristig zu reduzieren und den Wald an den Klimawandel anzupassen.
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