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Der März ist im österreichischen Wald ein Monat des Übergangs: Sonnige Tage und milde Temperaturen wechseln sich ab mit späten Frostnächten oder Schneefällen in höheren Lagen. Für Pflanzen, Tiere und die Forstwirtschaft beginnt jetzt eine entscheidende Phase des Neubeginns.
Der Wald im Frühling: Mehr Licht und erste Farben
Im März verändert sich der Wald sichtbar: Die Tage werden länger und das Licht erreicht noch ungehindert den Waldboden, da die Laubbäume noch kein Blätterdach gebildet haben. Genau diese kurze Zeit nutzen viele Frühblüher.
Pflanzen wie Leberblümchen, Buschwindröschen, Schneeglöckchen oder Märzenbecher treiben jetzt aus und beginnen zu blühen. Ihre Strategie: Sie wachsen und blühen, bevor die Bäume austreiben und ihnen das Licht nehmen.
Für Insekten ist diese Phase ebenfalls wichtig. Erste Wildbienen, Hummeln oder Schmetterlinge finden hier eine der ersten Nahrungsquellen des Jahres.
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Biologische Prozesse im Frühling: Der Saft beginnt zu steigen
Auch bei den Bäumen verändert sich im März vieles, auch wenn es oft noch kaum sichtbar ist. Mit steigenden Temperaturen kommt im Baum wieder Bewegung im Saftstrom. Das heißt: Der Baum zieht wieder Wasser und Nährstoffe aus dem Boden bis in seine Knospen.
Auch im Boden beschleunigen sich die Prozesse deutlich: Mikroorganismen, Pilze und Bodenlebewesen werden aktiver und beginnen organisches Material zu zersetzen. Das setzt Nährstoffe frei, die Pflanzen für ihr Wachstum im Frühling benötigen.
Für die nachhaltige Waldbewirtschaftung ist dieser Zeitpunkt sensibel: Sobald Böden auftauen und feuchter werden, steigt die Gefahr von Bodenschäden durch schwere Maschinen. Deshalb endet in vielen Regionen jetzt langsam die intensive Holzernte.
Wildtiere im März: Bewegung im Revier
Für viele Wildtiere beginnt im März eine aktivere Zeit. Rehe, Hirsche und andere Pflanzenfresser finden wieder mehr Nahrung. Dazu zählen frische Triebe, Knospen und Kräuter. Auch zahlreiche Vogelarten kehren aus ihren Winterquartieren zurück.
Gleichzeitig ist der März eine wichtige Brut- und Revierzeit: Spechte beginnen mit dem Höhlenbau, viele Singvögel markieren ihr Revier mit Gesang. Für Wildtiere bedeutet das jedoch auch: Störungen können jetzt besonders problematisch sein.
Wer den Wald besucht, sollte daher weiterhin Rücksicht nehmen, vor allem in den Morgen- und Abendstunden. Genau dann sind viele Wildtiere aktiv und verlieren bei Störungen Energie und müssen ihre Nahrungssuche unterbrechen.
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Forstwirtschaft im März: Übergang von Ernte zu Pflege
Für die Forstwirtschaft beginnt im März meist eine neue Phase: Die Winterarbeiten gehen zu Ende, die Pflege der Wälder im Frühjahr startet.
Damit beginnt eine neue Phase der nachhaltigen Waldbewirtschaftung:
- Aufforstungen und Pflanzungen werden vorbereitet oder durchgeführt.
- Junge Bäume werden vor Wildverbiss geschützt.
- Pflegeeingriffe in jungen Beständen helfen, stabile und klimafitte Wälder zu entwickeln.
Gerade unter den sich verändernden Klimabedingungen ist diese Phase wichtig: Viele Waldbesitzer setzen zunehmend auf artenreiche Mischwälder, die widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit, Sturm oder Schädlingen sind.
Waldausflug im März: Frühlingsbeginn im österreichischen Wald
Der März ist eine wunderbare Zeit für Spaziergänge im Wald. Erste Blüten, Vogelgesang und der Duft feuchter Erde kündigen den Frühling an. Gleichzeitig ist der Wald ökologisch besonders sensibel.
Frühblüher reagieren empfindlich auf Trittschäden, und viele Tiere beginnen bereits mit Brut und Nachwuchsplanung. Wer den Wald besucht, hilft der Natur am meisten, wenn er sein Verhalten anpasst und
- auf den Wegen bleibt,
- Hunde anleint,
- Pflanzen nicht pflückt und
- ruhige Bereiche respektiert.
Die schönsten Wald-Ausflugsziele in Österreich für den März
Wienerwald:Im März zeigen sich hier vielerorts die ersten Frühblüher. Besonders Buchenwälder wirken jetzt licht und offen, während Buschwindröschen und Leberblümchen den Waldboden färben.
Nationalpark Donau-Auen:Die Auwälder entlang der Donau beginnen im März langsam zu erwachen. Erste Vogelstimmen, steigendes Wasser und frische Triebe machen diese Landschaft besonders lebendig.
Steirisches Almenland:Hier treffen ausgedehnte Bergwälder auf offene Landschaften. Im März wechseln sich noch winterliche Abschnitte mit ersten Frühlingszeichen ab – ideal für ruhige Wanderungen.
Böhmerwald / Mühlviertel: Die großen Fichten- und Mischwälder wirken im März noch ruhig und kühl, doch an sonnigen Tagen zeigt sich bereits der Beginn des Frühlings.
Karwendel: In tieferen Lagen beginnt der Bergwald langsam zu erwachen, während in höheren Bereichen noch Winter herrscht. Diese Übergangszeit macht den März besonders spannend für Naturbeobachtungen.
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