Warum dieser Pilz für Nährstoffkreislauf und Biodiversität unverzichtbar ist

 

Biologin und Waldgeschichten-Botschafterin Laura Pabst stellt den Zunderschwamm vor, „einen relativ häufigen Bewohner unserer heimischen Laubwälder“. Man entdeckt ihn auf abgestorbenen oder kränkelnden Buchen oder auch Birken.

Typisch für ihn: sogenannter Geotropismus. Das bedeutet, dass der Zunderschwamm seine Unterseite immer Richtung Waldboden richtet. Und das hat einen ganz ausgeklügelten Grund: Die mikroskopisch kleinen Sporen, die er in seinem Fruchtkörper bildet, fallen so durch die ganz feinen Poren auf der Unterseite auf den Boden, der Wind trägt sie weiter und verbreitet sie.

Der Zunderschwamm hilft, abgestorbenes Holz abzubauen, wodurch neue Nährstoffe freigesetzt werden.

Was Laura noch weiß: Ötzi, die berühmte Gletschermumie aus der Kupferzeit, trug einen Zunderschwamm bei sich. Wissenschaftler vermuten, dass er ihn benutzt hat, um Feuer zu entfachen.
Heute findet der Zunderschwamm Anwendung in der Volksmedizin – z.B. zum Herstellen entzündungshemmender Tees.

 

 

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